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Praktikumsvertrag

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Praktika: das Pflichtpraktikum, das freiwillige Praktikum und das unechte Praktikum.
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Freddi Lange
 Charlotte Dryander
Marco Andersen
Jan Hoffmann

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Ein Pflichtpraktikum wird aufgrund einer hochschulrechtlichen Vorschrift absolviert, und die Inhalte, Art und Dauer sind meist in der Studien- und Prüfungsordnung der betreffenden Hochschule festgelegt.

Ein freiwilliges Praktikum wird unabhängig von hochschulrechtlichen Vorschriften absolviert. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten, d.h. nicht der bloße Austausch von Arbeitsleistung und Vergütung.

Im Mittelpunkt eines unechten Praktikums steht der Austausch von Arbeitsleistung gegen Vergütung und nicht der Erwerb von Kenntnissen oder Fertigkeiten. Das unechte Praktikum unterliegt daher den regulären Bestimmungen des Arbeitsrechts und es handelt sich bei dem "Praktikumsvertrag" de facto um einen Arbeitsvertrag.

Überblick

Mit diesem Rechtspaket erstellst Du einen Praktikumsvertrag, der rechtlich einwandfrei ist und die Besonderheiten von Pflicht- und freiwilligen Praktika sauber abbildet.

✅ Passend für Pflichtpraktika und freiwillige Praktika
✅ Klare Regeln zu Laufzeit, Lernzielen, Vergütung und Arbeitszeit
✅ Geeignet für Studierende, Schüler und Berufseinsteiger

Was ist ein Praktikumsvertrag?

Ein Praktikumsvertrag regelt die Bedingungen, unter denen ein Praktikant in Deinem Unternehmen tätig wird. Anders als bei einem klassischen Arbeitsvertrag steht hier nicht die Arbeitsleistung, sondern der Lerneffekt und die berufliche Orientierung im Vordergrund. Der Vertrag legt fest, welche Lernziele verfolgt werden, wie lange das Praktikum dauert, welche Aufgaben übernommen werden und – falls vorgesehen – wie die Vergütung ausgestaltet ist. 

Pflichtpraktikum oder freiwilliges Praktikum – wo liegt der Unterschied?

Welche Regelungen für ein Praktikum gelten, hängt entscheidend davon ab, ob es sich um ein Pflicht- oder ein freiwilliges Praktikum handelt.

  • Ein Pflichtpraktikum wird aufgrund einer schul- oder hochschulrechtlichen Vorgabe absolviert, ist also Bestandteil der Studien- oder Prüfungsordnung. Es ist sozialversicherungsfrei und unterliegt nicht dem gesetzlichen Mindestlohn – unabhängig von der Dauer.
  • Ein freiwilliges Praktikum erfolgt unabhängig von einer Prüfungsordnung. Hier gelten in der Regel die sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften, und ab einer Dauer von mehr als drei Monaten greift der gesetzliche Mindestlohn. Zusätzlich gelten arbeitsrechtliche Schutzregelungen wie Urlaubsanspruch und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.
Diese Abgrenzung sollte vor Vertragsabschluss eindeutig geklärt werden, da sich daraus erhebliche Unterschiede bei Vergütung, Anmeldung und Schutzrechten ergeben.

Was muss in einem Praktikumsvertrag geregelt werden?

Im Praktikumsvertrag sollten alle Punkte festgehalten werden, die für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Praktikant rechtlich und praktisch relevant sind. Dazu gehören insbesondere:

  • Art des Praktikums (Pflicht- oder freiwilliges Praktikum)
  • Beginn, Ende und Dauer des Praktikums
  • Konkrete Lernziele und Aufgabenbereiche
  • Vergütung – sofern vereinbart oder gesetzlich vorgeschrieben
  • Vertraulichkeit und ggf. Rechte an Arbeitsergebnissen

Je klarer diese Punkte geregelt sind, desto weniger Spielraum bleibt für Missverständnisse während oder nach dem Praktikum.

Formales

Wichtig ist, dass Vertragsstruktur und tatsächliche Ausgestaltung des Praktikums sauber zusammenpassen. 

Steht die Lernkomponente nicht klar im Vordergrund oder werden überwiegend reguläre Arbeitsleistungen erbracht, kann das Praktikum nachträglich als reguläres Arbeitsverhältnis eingestuft werden – mit erheblichen Konsequenzen für Vergütung, Sozialversicherung und Arbeitsrecht. 

Nächste Schritte

  1. Kläre zuerst, ob es sich um ein Pflicht- oder ein freiwilliges Praktikum handelt – idealerweise anhand der Studien- oder Prüfungsordnung des Praktikanten.
  2. Entscheide anschließend über Dauer, Lernziele, Aufgabenbereich und – sofern erforderlich oder gewünscht – die Vergütung.
  3. Konfiguriere dann die passende Vertragsvorlage und passe sie an die konkrete Praktikumssituation an.
  4. Prüfe danach, ob Anmeldungen zur Sozialversicherung, Mindestlohnvorgaben und Nachweispflichten vollständig erfüllt sind.
  5. Bei offenen Fragen kannst Du jederzeit eine kostenfreie Erstanalyse mit unserem Rechtsexperten buchen – für eine individuelle Professionalisierung der Vorlage.

Jetzt Praktikumsvertrag erstellen – klar strukturiert, rechtssicher und passend zur Praktikumssituation.

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