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Gesellschaft

Genussrechte

Mit Genussrechten beteiligst du Mitarbeiter auf steueroptimierte Weise an deinem Unternehmen.
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Roman Steigertahl
 Charlotte Dryander
 Maximilian Rolf
Dr. Cyrosch Kalateh

75+ Startups & KMUs nutzen schon diese Vorlagen und Rechtspakete.

Bei diesem noch recht neuen Modell erhalten Mitarbeiter – ähnlich wie bei VSOPs – einen erfolgsabhängigen (z.B. an den Exit gekoppelten) Zahlungsanspruch gegen die Gesellschaft, der den Wert von echten Anteilen nachahmt. Anders als bei VSOPs unterliegt der Wertzuwachs jedoch nicht der unvorteilhaften Lohnsteuer, sondern einer privilegierten Besteuerung (~ 25 %). Und es kommt noch besser: Auf den Wert der Genussrechte zum Zeitpunkt ihrer Zuteilung findet der privilegierende § 19a EStG Anwendung. Genussrechte versuchen also, die Vorteile von VSOPs und echten Anteilen zu verbinden.

Es gibt verschiedene Formen der Mitarbeiterbeteiligung, wie z.B. ESOP, VSOP, echte Anteile und Genussrechte. Bei der Entscheidung für eine Form spielen in der Regel drei Faktoren eine Rolle: steuerliche Auswirkungen, Anziehungskraft auf Mitarbeiter und Implementierungsaufwand.

Am häufigsten verwenden Startups nach wie vor das VSOP. Doch auch Genussrechte haben sich zu einem beliebten Mittel entwickelt, da sich hier die steuerlichen Vorteile von echten Anteilen und die administrativen Vorteile von VSOPs verbinden lassen.

Überblick

Mit diesem Rechtspaket führst Du ein steuerlich optimiertes Genussrechtsmodell ein und beteiligst Dein Team wirtschaftlich am Unternehmenserfolg. 

✅ Passend für Startups, Wachstumsunternehmen und etablierte Mittelständler
✅ Klare Regeln zu Gewinnbeteiligung, Wertsteigerung und Exit-Erlösen
✅ Geeignet als Alternative zu VSOPs und echten Anteilen

Was sind Genussrechte?

Genussrechte sind vertragliche Ansprüche auf Unternehmensgewinne oder Exit-Erlöse, mit denen Mitarbeitende wirtschaftlich am Erfolg der Gesellschaft beteiligt werden. Anders als bei echten Anteilen bleiben Stimmrechte, Kontrollrechte und Gesellschafterstellung vollständig in Deiner Hand. 

Was sind die Vorteile von Genussrechten gegenüber VSOPs?

Genussrechte gelten als moderne Alternative zu virtuellen Anteilsoptionen (VSOPs) und bieten in der richtigen Ausgestaltung mehrere Vorteile.

  • Steuerlich privilegiert: Wertsteigerungen unterliegen dem Kapitalertragsteuersatz von rund 26 bis 30 Prozent – statt bis zu 50 Prozent Lohnsteuer wie bei VSOPs.
  • Echte Gewinnbeteiligung: Mitarbeitende profitieren auch unabhängig von einem Exit, etwa über jährliche Gewinnausschüttungen.
  • Stärkere psychologische Wirkung: Genussrechte werden von Mitarbeitenden häufig als verbindlicher und werthaltiger wahrgenommen als rein virtuelle Programme.

Welche Herausforderungen gibt es bei Genussrechten?

Trotz der Vorteile gibt es einige Punkte, die bei der Einführung eines Genussrechtsmodells beachtet werden sollten.

  • Dry Income: Der anfängliche Wert der Genussrechte ist grundsätzlich lohnsteuerpflichtig – theoretisch auch ohne tatsächlichen Geldzufluss. 
  • Höherer Umsetzungsaufwand: Die Strukturierung ist etwas aufwendiger als bei einem klassischen VSOP, insbesondere wenn eine Anrufungsauskunft beim Finanzamt sinnvoll ist.
  • Steuerliche Abstimmung: Damit das Modell die gewünschten steuerlichen Effekte entfaltet, sollten Bewertung und Vertragsgestaltung mit einem Steuerexperten abgestimmt werden.

Für wen eignen sich Genussrechte?

Genussrechte eignen sich besonders für Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden mehr als nur einen klassischen Bonus bieten und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Gesellschaftsstruktur behalten wollen. Typische Einsatzszenarien sind:

  • Startups und Wachstumsunternehmen, die Talente langfristig binden möchten, ohne echte Anteile auszugeben
  • Teams, die eine steuerlich attraktive Beteiligung gegenüber klassischen VSOPs bevorzugen
  • Gründer und Geschäftsführer, die Motivation und Identifikation steigern wollen, ohne Stimmrechte oder Kontrollrechte abzugeben

Vergleich: Genussrechte vs. VSOP vs. echte Anteile

Mitarbeiterbeteiligungen im Vergleich
Mitarbeiterbeteiligungen im Vergleich

Formales

Wichtig ist, dass die Struktur des Genussrechtsmodells sauber zur steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen Situation der Gesellschaft passt. Genussrechte werden vertraglich zwischen Gesellschaft und Mitarbeitenden vereinbart und können in der Regel digital unterzeichnet werden. 

Vor der Ausgabe sollten Bewertung, steuerliche Behandlung und gegebenenfalls eine Anrufungsauskunft beim Finanzamt geklärt werden, um spätere Überraschungen zu vermeiden. 

Nächste Schritte

  1. Verschaffe Dir zuerst einen Überblick über Struktur und Vorteile von Genussrechten und prüfe, ob das Modell zu Deinem Setup passt.
  2. Entscheide anschließend, an welchen Komponenten Mitarbeitende beteiligt werden sollen – Gewinnausschüttungen, Wertsteigerungen oder Exit-Erlöse.
  3. Lasse dann auf Basis der Standardvorlagen eine individuelle Genussrechtsvereinbarung erstellen, die zu Deinem Unternehmen passt.
  4. Stimme danach die steuerliche Gestaltung mit einem Steuerexperten ab und kläre offene Fragen idealerweise direkt mit dem Finanzamt.
  5. Bei offenen Fragen kannst Du jederzeit eine kostenfreie Erstanalyse mit unserem Rechtsexperten buchen.

Jetzt Genussrechtsmodell einführen – steuerlich optimiert, rechtssicher und ohne Kontrollverlust.

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